„Vielfalt achten, Teilhabe stärken” - Lüneburger Inklusionsschulung

Projekt zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit einer seelischen Erkrankung oder geistigen Behinderung

„Vielfalt achten, Teilhabe stärken” war ein Kooperationsprojekt der Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie”, der Psychiatrischen Klinik Lüneburg und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.

Psychiatrie im Nationalsozialismus ist der Ausgangspunkt für verschiedene Aktivitäten, die ab Herbst 2012 in Lüneburg stattfanden. Nach Ende des ersten Projektes im August 2013 bietet die Weiterführung ab September 2013 für weitere zwei Jahre neben Lüneburger Inklusionsschulungen unterschiedliche Veranstaltungen wie Gedenkstättengespräche, Vorträge, Sonderausstellungen, Lesungen und dergleichen an.

Bis August 2015 wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds aus dem Förderprogramm Inklusion durch Enkulturation sowie durch die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten gefördert.

Die Projekt-Aktivitäten ermöglichen Einblicke in einzelne Biografien von Euthanasie-Opfern und -Verantwortlichen und greifen gegenwärtige Fragen von Inklusion auf. Das Projekt nimmt sich einzelner Aspekte der Geschichte der „NS-Euthanasie“ sowie der regionalen Medizingeschichte an und geht der Frage „Was hat das mit mir zu tun?” nach. Ausgehend von der NS-Vergangenheit widmet sich die Bildungs- und Gedenkstätte gegenwarts- und zukunftsorientierten Fragen von Zivilgesellschaft, Vielfalt und Teilhabe. Aktuelle Themen rund um Menschenrechte, Inklusion und Exklusion sowie gegenwärtige medizin-ethische Gesichtspunkte werden berührt. Damit spannt die Gedenkstätte den weiten Bogen von 1940 bis in die Gegenwart.

Auf diese Weise will die Gedenkstätte auf Vorurteile gegenüber der Psychiatrie und gegenüber Menschen mit einer Behinderung oder seelischen Erkrankung aufmerksam machen und ihrerseits einen Beitrag zur Inklusion sozial diskriminierter und isolierter Menschen heute leisten.

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