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Psychiatrische Klinik Lüneburg

 

 

 

 

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Wasserturm

 Bildungs- und Gedenkstätte -
 "Opfer der NS-Psychiatrie
 in Lüneburg"

 

 

Wasserturm mit
Gebäude der
Gedenkstätte

Warum eine Bildungs- und Gedenkstätte
"Opfer der NS-Psychiatrie in Lüneburg"?

Die ersten Überlegungen für eine Gedenkstätte auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Lüneburg (ab 2007: Psychiatrische Klinik Lüneburg) liegen lange Jahre zurück. Die Gespräche und Bemühungen um eine Gedenkstätte zeigen, dass im Landeskrankenhaus Lüneburg nachdenklich und verantwortungsbewusst auch mit der eigenen Geschichte im "Dritten Reich" umgegangen wurde.

Vor allem durch die "Kinderfachabteilung" Lüneburg (1941 bis 1945) zeigt der Standort Lüneburg eine Besonderheit bei den NS-Verbrechen in der Psychiatrie in Niedersachsen, vergleichbar bedeutsam wie die Ereignisse in den zentralen Vernichtungsanstalten der "T4-Aktion": Die damalige Landes- Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg ist die einzige Einrichtung in Niedersachsen, für die durch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen ab 1945 zweifelsfrei festgestellt wurde, dass es sich um eine Tötungsstätte gehandelt hat. Die Zahl der Opfer liegt bei 260 bis 370. Lüneburg war eine der etwa 40 "Kinderfachabteilungen" in Deutschland und außerdem eine "Durchgangsanstalt" zu einer der zentralen Tötungsanstalten, sowie 1944 eine Sammelstelle für geisteskranke Ausländer (Quelle 1, unten). Aus diesen Gründen wurde die Planung einer Gedenkstätte auf dem Gelände des damaligen Landeskrankenhauses Lüneburg von der Krankenhausleitung befürwortet und von einer Arbeitsgruppe vorbereitet. Als Trägervereine treten der Psychosoziale Verein Lüneburg e.V. und die Geschichtswerkstatt Lüneburg e.V. auf.

Die Eröffnung der Bildungs- und Gedenkstätte fand am 25. November 2004 statt. Vor etwa 250 Besuchern haben die Ministerin Frau Dr. v.d. Leyen, der Buchautor Ernst Klee und nicht zuletzt der ÄD Dr. Jürgen Lotze die Eröffnung begrüßt. Auf den Internetseiten der Bildungs- und Gedenkstätte finden Sie in fünf Themengruppen vielfältiges Material zum Anliegen, den Aufgaben, den Angeboten und den Nutzungsmöglichkeiten:

Lageplan Gedenkstätte
 Farbig: Die
 Ausstellungsfläche

 

 

 

 

Gedenkstätte, Wasserturm

   Bildungs- und Gedenkstätte "Opfer der NS-Psychiatrie in Lüneburg"

Öffnungszeiten der Bildungs- und Gedenkstätte

Flyer der Bildungs- und Gedenkstätte

Aufgaben und Ziele der Bildungs- und Gedenkstätte

Der Lageplan des Erdgeschosses des Wasserturms zeigt die Räumlichkeiten der Bildungs- und Gedenkstätte (farbig). Auch für Lüneburg kann im Prinzip gelten, was für die Gedenkstätte Bernburg hervorgehoben wird:

"Die Gedenkstätte für Opfer der NS-`Euthanasie` Bernburg will ... den konkreten historischen Ort sprechen lassen. Sie bietet Raum, der Opfer zu gedenken, und sich über die Vorgeschichte und die Hintergründe, die die NS-`Euthanasie` überhaupt erst möglich machten, zu informieren." (Quelle 2, unten)

Anders als in Bernburg ist es in Lüneburg zwar nicht die historische Stätte im engeren Sinne (die Räume der "Kinderfachabteilung"), die umgebaut ist. Dennoch geht es gleichermaßen um ein aktives Gedenken und eine dauerhafte Stätte der Information als Beitrag zur historisch-politischen Bildung für verschiedene Zielgruppen. Neben dem Personal der Psychiatrischen Klinik Lüneburg sind vor allem zu nennen: Schulklassen in und um Lüneburg und in Niedersachsen, Interessierte anderer psychiatrischer Einrichtungen, Interessierte der Region Lüneburg, sowie überregional Interessierte an der Gedenkstättenarbeit. Die Bildungs- und Gedenkstätte stellt sich darüber hinaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Aufgabe, die fortlaufende Forschung zu unterstützen und neue Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kontakt

Träger der Bildungs- und Gedenkstätte
"Opfer der NS-Psychiatrie in Lüneburg" und Kontakt:

  • Geschichtswerkstatt Lüneburg e.V., Heiligenstraße 28, 21335 Lüneburg. Tel.: 04131-401936. Fax: 04131-403606.
  • Psychosozialer Verein e.V. C/o Psychiatrische Klinik Lüneburg, Am Wienebütteler Weg 1, 21339 Lüneburg. Tel.: 04131 / 60-1360.
  • Kontakt in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg: ÄD Dr. Sebastian Stierl. Psychiatrische Klinik Lüneburg, Am Wienebütteler Weg 1, 21339 Lüneburg. Tel.: 04131 / 60-1300.

Quellen

Quelle 1: Raimond Reiter, Psychiatrie im Dritten Reich in Niedersachsen. Hannover 1997.

Quelle 2: Ute Hoffmann, Todesursache "Angina". Zwangssterilisationen und "Euthanasie" in der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Bernburg. Hg.: Ministerium des Innern des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg 1996, Seite 6.

 

Stand 12.02.2008                  Zum Seitenanfang

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