47. TRIALOG | „Offene Psychiatrie“ – Fortschritt auf wessen Kosten?

11.05.2017 - 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Albert-Ransohoff-Saal | Haus 48 | Psychiatrische Klinik Lüneburg | Am Wienebütteler Weg 1

Moderation: Dr. med. Lisa Kotthaus, Oberärztin, PKL

Die Konzentration von schwer psychisch Erkrankten mit Weglauftendenz und Aggressionspotenzial auf einer geschlossenen Station trägt nicht zur Entspannung bei. Mitarbeiter und Patienten können ein Lied davon singen, wie sich Unruhe aufschaukelt, wie Anspannung und Aggressivität durch das Eingesperrt sein zunehmen, wie die Atmosphäre leidet, wie Medikamente zweckentfremdet werden, das Milieu schon mal kippt.

Höchste Zeit, sich ernsthaft Gedanken zu machen, wie die Zusammenballung von Menschen in schwierigen Situationen entzerrt, wie eine un-therapeutische Situation vermieden werden kann.

  • Was wäre, wenn es keine geschlossenen Stationen mehr gäbe, wenn alle Stationen gleichermaßen Patienten aufnehmen, egal wie schwer krank sie sind?
  • Wie wären die Auswirkungen auf die anderen Stationen?
  • Was passiert nachts?
  • Was machen andere Kliniken anders, wenn sie ohne geschlossene Stationen auskommen?

Die Auswirkungen sind komplex – sie betreffen Mitarbeiter wie Patienten. In der PKL wird darüber in einer Arbeitsgruppe diskutiert. Im 47. TRIALOG sollen der Sachstand berichtet und Perspektiven erörtert werden. Unter Moderation von Dr. med. Lisa Kotthaus, Oberärztin der PKL, diskutieren Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Behandler.