09.05.2017

47. TRIALOG: „Offene Psychiatrie“ - Fortschritt auf wessen Kosten?

Einladung zum Diskussionsforum TRIALOG

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) lädt alle Interessierten zum 47. TRIALOG ein, der am Donnerstag, 11. Mai 2017, von 19.30 bis 21 Uhr im Albert-Ransohoff-Saal im Hauptgebäude (Haus 48) der Psychiatrischen Klinik, Am Wienebütteler Weg 1, in Lüneburg stattfinden wird. Thema des Abends ist „Offene Psychiatrie - Fortschritt auf wessen Kosten?“.

Die Konzentration schwer psychisch Erkrankter mit Weglauftendenz und Aggressionspotenzial auf einer geschlossenen Station trägt nicht zur Entspannung bei. Mitarbeiter und Patienten können ein Lied davon singen, wie sich Unruhe aufschaukelt, wie Anspannung und Aggressivität durch das Eingesperrt sein zunehmen, wie die Atmosphäre leidet, wie Medikamente zweckentfremdet werden, das Milieu schon mal kippt.

Höchste Zeit, sich ernsthaft Gedanken zu machen, wie die Zusammenballung von Menschen in schwierigen Situationen entzerrt, wie eine un-therapeutische Situation vermieden werden kann. Was wäre, wenn es keine geschlossenen Stationen mehr gäbe, wenn alle Stationen gleichermaßen Patienten aufnehmen, egal wie schwer krank sie sind? Wie wären die Auswirkungen auf die anderen Stationen? Was passiert nachts? Was machen andere Kliniken anders, wenn sie ohne geschlossene Stationen auskommen? Die Auswirkungen sind komplex – sie betreffen Mitarbeiter und Patienten. In der PKL wird darüber in einer Arbeitsgruppe diskutiert.

Im 47. TRIALOG sollen der Sachstand berichtet und Perspektiven erörtert werden. Unter Moderation von Dr. med. Lisa Kotthaus, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, diskutieren Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Behandler.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.