04.05.2018

Über Sinn und Unsinn von Psychopharmaka

Informationsveranstaltung an der Psychiatrischen Klinik Lüneburg

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) lädt alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Medikamentöse Therapie: Über Sinn und Unsinn von Psychopharmaka“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 7. Mai 2018, um 19 Uhr im Albert-Ransohoff-Saal im Hauptgebäude (Haus 48) der Psychiatrischen Klinik, Am Wienebütteler Weg 1, in Lüneburg statt. Die Referentinnen sind Oberärztin Dr. med. Lisa Kotthaus sowie die Peer-Beraterinnen Christina Meyn und Martina Ulmer.

Sehr häufig gehören Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen dazu. Dabei ist die Akzeptanz dieser Medikamente eher gering: Bei Betroffenen, Angehörigen und in der Bevölkerung gibt es Vorbehalte, beispielsweise die Sorgen, dass Konflikte ungelöst bleiben, eine Abhängigkeit entstehen kann oder es zu einer Gewichtszunahme kommt. Auch besteht oftmals die Angst vor Veränderung der Wahrnehmung oder der persönlichen Identität bei längerer Medikamenteneinnahme.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen unter anderem diese Fragen diskutiert werden: Bin ich selbst dann eigentlich noch ich – oder durch die Tabletten fremdgesteuert und willenlos? Sind solche Vorbehalte begründet? Gibt es weitere evtl. sogar schwerwiegende Nebenwirkungen? Versprechen die Medikamente Heilung oder lindern sie nur die Symptome? Wie lange müssen sie eingenommen werden, und wie setze ich sie wieder ab? Der Umgang mit Psychopharmaka wird aus der Sicht der Behandler und der Betroffenen vorgestellt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Informationsreihe der Psychiatrischen Klinik Lüneburg für Patienten, Angehörige und Interessierte statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.