15.11.2018

Traumatisierende Erfahrungen bei Psychosen

Letzter Termin des Psychose-Seminars an der VHS REGION Lüneburg

Gemeinsam mit dem Verein der Psychiatrie-Erfahrenen (VPE), der Lüneburger Angehörigengruppe und der VHS REGION Lüneburg lädt die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) alle Interessierten zum letzten Termin des aktuellen „Lüneburger Psychose-Seminars“ ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 27. November 2018, von 18 bis 19.30 Uhr in Raum V1.07 der VHS, Haagestraße 4, in Lüneburg statt. Das Thema des Abends ist „Gewalt - Fixierung - Scham Traumatisierende Erfahrungen in Psychose und Psychiatrie“. Moderatorin ist Dr. med. Katrin Meyn, Leitende Ärztin an der PKL.

Während einer akuten Psychose befinden sich die Betroffenen in einer extremen Ausnahmesituation. Wahnvorstellungen und Halluzinationen können Angst machen und unkontrollierbare Abwehrmechanismen in Gang setzen. So kann es zu Verhaltensweisen kommen, durch die Erkrankte sich selbst oder andere stark gefährden. Zwangseinweisungen in eine Psychiatrische Klinik und Fixierungsmaßnahmen zur Gefahrenabwehr sind bisweilen unvermeidlich und für die Patienten oft eine zusätzliche traumatisierende Erfahrung. Sobald sich die Patienten wieder stabilisiert haben, spielt die Scham über ihr Verhalten eine große Rolle.

In diesem vorerst letzten Psychose-Seminar wollen sich Psychose-Erfahrene, Angehörige, Fachleute aus der Psychiatrie und interessierte Bürgerinnen und Bürger darüber austauschen, ob man diese traumatisierenden Erfahrungen in Psychose und Psychiatrie evtl. ganz vermeiden bzw. wie man damit umgehen kann.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.