02.11.2017

Zwangsmaßnahmen bei psychiatrischen Notfällen

Vortrag an der Psychiatrischen Klinik Lüneburg

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) lädt alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Psychiatrische Notfälle und Krisen – Hilfe nur mit Zwang?“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 6. November 2017, um 19 Uhr im Albert-Ransohoff-Saal im Hauptgebäude (Haus 48) der Psychiatrischen Klinik, Am Wienebütteler Weg 1, in Lüneburg statt. Referentin ist Angela Möller, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der PKL.

Eine psychiatrische Behandlung besteht vor allem darin, die Patienten in die Behandlung einzubeziehen, sie zur Mitarbeit zu motivieren und ein therapeutisches Bündnis herzustellen. Das Ziel ist die Gesundung bzw. das Erreichen einer möglichst hohen Lebensqualität.

Insgesamt ist die psychiatrische Behandlung meist erfolgreich, wenn Patienten diese freiwillig in Anspruch nehmen. Es kann aber auch sein, dass jemand keine psychiatrische Therapie wünscht, obwohl er/sie diese dringend benötigt, z. B. weil für sich selbst oder andere eine Gefährdung besteht. Hier beginnt die Zwickmühle für alle an der Therapie Beteiligten: Auf der Basis rechtlicher Voraussetzungen kann und muss der Therapeut unter Umständen Zwangs- und Sicherungsmaßnahmen anordnen. Dass diese für den Erfolg der weiteren Therapie kontraproduktiv sein können, ist erklärbar und bekannt.

Neben Informationen über die rechtlichen und ethischen Grundlagen sollen an diesem Abend unter anderem diese Fragen diskutiert werden: Was kann ein Therapeut in solchen Fällen tun? Was veranlasst ihn, diese oder jene Entscheidung zu treffen? Was bedeutet es für die betroffenen Patienten? Und was für die Behandler?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Informationsreihe der Psychiatrischen Klinik Lüneburg für Patienten, Angehörige und Interessierte statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.