Austausch im Psychose-Seminar an der VHS REGION Lüneburg
In einer Psychose erleben Betroffene ihre Umwelt verändert, fremd, oft auch bedrohlich. Menschen und Dinge erhalten eine andere Bedeutung: Beispielsweise Lieder aus dem Radio sind Ausdruck einer Verschwörung oder die Botschaft einer bewunderten Person und nur für den Zuhörer bestimmt. In solchen Phasen ist die Kommunikation zwischen den Erkrankten und ihren Mitmenschen besonders erschwert. Misstrauen, Angst und Unverständnis prägen das Miteinander. Wie kann dann trotzdem gegenseitiges Verständnis gelingen? Um diese und weitere Fragen geht es beim zweiten Termin des aktuellen Psychose-Seminars, der am Donnerstag, 26. Februar 2026, von 18 bis 19.30 Uhr in Raum K1.01 der VHS, Kalandstraße 29, der VHS in Lüneburg stattfinden wird. Das Thema des Abends ist „Was passiert hier?“
Das Psychose-Seminar ist keine Vortragsveranstaltung, sondern ein gleichberechtigter Austausch aller Beteiligten auf Augenhöhe. Psychose-Erfahrene, Angehörige, Fachleute aus der Psychiatrie sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger tauschen sich an diesem Abend über ihre Erfahrungen und ihr Erleben in psychotischen Krisen aus. Moderator ist Johannes Balschat, Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL).
Die PKL lädt gemeinsam mit dem Verein der Psychiatrie-Erfahrenen (VPE), der Lüneburger Angehörigengruppe und der VHS REGION Lüneburg zum Psychose-Seminar ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl aber begrenzt. Deshalb ist für jeden Termin eine telefonische Anmeldung unter 04131 15660 erwünscht. Für Psychose-Erkrankte ist auch die spontane Teilnahme ohne Vorankündigung möglich.
Damit eine offene Diskussionsatmosphäre entstehen kann, hat es sich bewährt, an möglichst vielen der insgesamt sechs Termine teilzunehmen. Die weiteren Seminartermine sind: 12.03., 26.03., 09.04. und 23.04.2026.