Planungsausschuss des Landes verabschiedet Investitionsprogramm 2026
Der Krankenhausplanungsausschuss des Landes hat jetzt das Investitionsprogramm 2026 für die niedersächsischen Kliniken verabschiedet: Die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) erhält sieben Millionen Euro Fördergelder als Vorabmaßnahme für den zweiten Bauabschnitt der Zentralisierung der Erwachsenenpsychiatrie. Für das Klinikum Lüneburg wurden 8,34 Millionen Euro für den Umbau und die Erweiterung der radiologischen Diagnostik zugesagt. Beide Projekte werden nicht aus dem Budget des jährlichen Investitionsprogramms, sondern aus dem Investitions- und Kommunalstärkungspaket der Landesregierung nach LuKIFG (Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen) als zusätzliche und neue Projekte gefördert.
„Dank der Förderung bereits in diesem Jahr können wir direkt in die vorbereitenden Maßnahmen für den zweiten Bauabschnitt starten“, freut sich PKL-Geschäftsführer Jan-Hendrik Kramer. „Dazu zählen die Errichtung eines neuen, zentralen Arbeitstherapiegebäudes, die Verlegung der Energieversorgung und die ersten Schritte zum Rückbau unseres veralteten Hauptgebäudes aus den 70er-Jahren. Das verkürzt die Übergangsphase zwischen der Fertigstellung und Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts im Jahr 2025, und wir können unsere bauliche Zielplanung unmittelbar fortsetzen.“
Auch Dr. Michael Moormann, Geschäftsführer des Klinikums, ist glücklich über die zusätzlichen Fördergelder: „Diese Zusage gibt uns Planungssicherheit für die Erweiterung der Radiologie und die Anschaffung eines PET-CT-Geräts. Dieses moderne bildgebende Verfahren eröffnet uns zusätzliche diagnostische Möglichkeiten, um das Klinikum weiter auf aktuellem Stand medizinischer Technik und zukunftsfähig auszubauen.“ Aus dem Budget des Investitionsprogramms 2026 erhält das Klinikum außerdem weitere 18 Millionen Euro. Das entspricht der diesjährigen Auszahlungsrate der bereits bestehenden Förderzusage für den Bau des zurzeit entstehenden Eltern-Kind-Zentrums. „Leider müssen wir aber auch betonen, dass alle diese Fördergelder ausschließlich für die angegebenen Investitionen verwendet werden dürfen“, so Moormann. „Für die nicht refinanzierten Betriebskosten gibt es nach wie vor keine Lösung, und der immer zu leistende Eigenanteil an solchen Investitionen verschlechtert die ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage von Kliniken zusätzlich. Ein Verzicht auf medizinischen Fortschritt ist aber auch keine Alternative!“
Claudia Kalisch, Oberbürgermeisterin der Hansestadt Lüneburg, hebt die Chancen der zusätzlichen Förderung hervor: „Die Entscheidung des Landes ist ein starkes Signal für die Kliniken, den Standort Lüneburg und die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine solche Entscheidung von ganz besonderer Bedeutung.“
Nach den Entscheidungen des Planungsausschusses muss der Landtag noch die formale Freigabe der Haushaltsmittel bewilligen, was in der Regel im Herbst erfolgt.