Gesprächskreis für pflegende Angehörige älterer Menschen
Die Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen ist oft nicht leicht. Sie wiederholen bereits Erzähltes, sind ängstlich, aggressiv oder misstrauisch und vergessen Namen von Gegenständen. Mit Fortschreiten der Erkrankung erkennen sie ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner nicht wieder, beschuldigen sie, können einem Gespräch nicht mehr folgen. Für viele Angehörige ist das zunächst ungewohnt und irritierend. Sie reagieren mit Unverständnis: „Das habe ich dir doch schon tausendmal gesagt.“, „Warum verstehst du das denn nicht?“, „Jetzt reiß dich doch mal zusammen.“ All das beschreibt den Alltag in der Kommunikation mit Menschen mit Demenz.
Wie aber kann trotzdem eine gelungene und wertschätzende Kommunikation aussehen? Was ist hilfreich? Was sollte vermieden werden? Im achten Termin des Gesprächsgruppenangebots der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL) geht es um den Erfahrungs- und Gedankenaustausch zum Thema: „Kommunikation – Dos und Don'ts“.
Die Veranstaltung findet am Montag, 1. Dezember 2025, von 17 bis 18 Uhr in der Psychiatrischen Tagesklinik, Salzbrückerstraße 1, in Lüneburg statt. Eingeladen sind alle interessierten An- und Zugehörigen psychisch erkrankter älterer Menschen. Nach einer kurzen Einführung gibt es Zeit und Raum zum gemeinsamen Gespräch darüber, wie Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen gelingen kann.
„Unser Ziel ist es, An- und Zugehörige ins Gespräch zu bringen und Erfahrungen miteinander zu teilen“, sagt Kerstin Löding-Blöhs, Sozialgerontologin der Abteilung Gerontopsychiatrie und Psychotherapie der PKL. „Denn je besser informiert und vernetzt sie sind, desto besser kann die Pflege ohne das Risiko einer eigenen reaktiven Erkrankung gelingen.“
Die Teilnahme am Gesprächskreis ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.