Wenn pflegende Angehörige Überforderung erleben

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Einladung zum Gesprächskreis der Psychiatrischen Klinik Lüneburg

Oft sind pflegende Angehörige nach einiger Zeit überfordert und geraten an persönliche Grenzen. Unterschiedliche Belastungen, wie Scham, Schlafmangel oder Erschöpfung, können zu negativen Gefühlen führen. Plötzlich begleiten Zorn und Wut die Beziehung zu den Pflegebedürftigen: Die hilfebedürftige Person wird angeschrien, ignoriert oder auch zu fest angefasst, ihre Bedürfnisse werden missachtet.

Über solche Folgen einer Überforderung zu sprechen, sollte kein Tabu sein. Deshalb geht es im zehnten Termin des Gesprächsgruppenangebots der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL) um den Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu unter anderem diesen Fragen: Wie können Anzeichen der Überforderung aussehen? Wie kann man mit kritischen Situationen umgehen? Wo kann man sich Unterstützung holen?

Der Gesprächskreis zum Thema „Überforderungserleben in der Begleitung pflegebedürftiger Angehöriger“ findet am Montag, 2. Februar 2026, von 17 bis 18 Uhr in der Psychiatrischen Tagesklinik, Salzbrückerstraße 1, in Lüneburg statt. Eingeladen sind alle interessierten An- und Zugehörigen psychisch erkrankter älterer Menschen. Nach einer kurzen Einführung gibt es Zeit und Raum zum gemeinsamen Gespräch darüber, wie Überforderung und ihre möglichen Folgen erlebt werden und welche Hilfemöglichkeiten es gibt.

„Unser Ziel ist es, An- und Zugehörige ins Gespräch zu bringen und Erfahrungen miteinander zu teilen“, sagt Kerstin Löding-Blöhs, Sozialgerontologin der Abteilung Gerontopsychiatrie und Psychotherapie der PKL. „Denn je besser informiert und vernetzt sie sind, desto besser kann die Pflege ohne das Risiko einer eigenen reaktiven Erkrankung gelingen.“

Die Teilnahme am Gesprächskreis ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.