Die verletzte Seele, der verletzte Körper: Traumata und wie wir sie behandeln

10.02.2020 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Albert-Ransohoff-Saal (Haus 48) | Psychiatrische Klinik Lüneburg | Am Wienebütteler Weg 1 | 21339 Lüneburg

Referent: Dr. med. Marc Burlon, Ärztlicher Direktor PKL

Menschen erleben schlimme Dinge, werden Opfer von Gewalt oder Zeuge schrecklicher Ereignisse. In vielen Fällen werden diese Erlebnisse verarbeitet, indem darüber gesprochen wird, Freunde und Familie helfen, und die Erinnerung verblasst. In manchen Fällen jedoch bleibt die Erinnerung lebendig und quält die Betroffenen Nacht für Nacht, verschreckt sie tagsüber mit an sich sonst unauffälligen Auslösern. Bilder drängen sich auf, ohne dass man sie steuern kann.

Also vermeiden die Betroffenen darüber zu reden, daran zu denken, an den Ort des Geschehens zurückzukehren und sich damit auseinanderzusetzen. Das funktioniert aber nur kurzfristig, denn Vermeidung schränkt immer mehr ein – im Denken und Handeln. Am Ende bleibt das Gefühl: Keiner versteht mich, ich habe Angst verrückt zu werden.

Ziel unserer Therapie ist, darüber Reden zu lernen und zu erkennen, dass das Erlebnis schrecklich war, aber in der Vergangenheit liegt. Um die Vermeidung im Alltag zu überwinden braucht man Mut. Hier begleiten wir die Betroffenen und helfen ihnen, die Erlebnisse zu verarbeiten, um im Alltag besser klarzukommen.