Informationsreihe | Dissoziative Störungen im Kindes- und Jugendalter: „Den Schrecken überleben, im Alltag nicht ankommen“

07.08.2017 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Albert-Ransohoff-Saal | Haus 48 | Psychiatrische Klinik Lüneburg | Am Wienebütteler Weg 1

Referenten: Dr. med. Ursula Schild, Oberärztin KJPP, und Dr. Alexander Tewes, Leitender Psychologe, KJPP; Moderation: Dr. med. Alexander Naumann, Chefarzt KJPP

„Ich stehe neben mir“ und „Ich erinnere mich gar nicht genau daran, wie ich eigentlich nach Hause gekommen bin“, manchmal sind wir auf „Autopilot“ unterwegs oder haben „nicht alle Sinne beisammen“ und müssen uns zusammenreißen, um unsere Konzentration zu wahren. Das ist völlig normal.

Bei Kindern und Jugendlichen, die misshandelt, vernachlässigt oder traumatisiert sind, entwickelt sich Dissoziation zu einer Art Schutzmechanismus, der regelmäßig wiederholt wird. Für die Betroffenen passiert das oft unerwartet. Die Kinder oder Jugendlichen verlieren den Kontakt zu einem Teil ihrer Gefühle, Empfindungen, Körperwahrnehmungen. Dies ist für die Betroffenen und ihr Umfeld meist sehr beängstigend und unverständlich.

Der angekündigte Vortrag möchte folgende Fragen aufgreifen:

  • Was sind Dissoziationen?
  • Wann sind sie pathologisch?
  • Welche Besonderheiten gibt es im Kindes- und Jugendalter?
  • Wie verhält man sich dann am besten?
  • Und welche professionellen Angebote gibt es?