Künstler in der NS-Psychiatrie

In der Gedenkstättenarbeit gibt es verschiedene Wege, differenziert mit Kategorien wie „normal” und „fremd” umzugehen. Künstlerische Aktivitäten ermöglichen eine stellvertretende Würdigung der Patienten und zeigen den schmalen Interpretationsgrad.

Ein Beispiel für die vielseitige Ausdruckskraft und Gestaltungsphantasie in der Anstaltspsychiatrie ist Karl Gustav Sievers. Er war Patient in Lüneburg und Göttingen. Von ihm sind mehrere Zeichnungen und Texte überliefert, die heute zur Sammlung Prinzhorn des Heidelberger Universitätsklinikums gehören.